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Mit Umlauten ein Ausrufezeichen gesetzt!

© Ole und Alexander Suchy

Online-Kreativwettbewerb im Rahmen des Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahres kürt Sieger

Sie haben der deutsch-türkischen Zusammenarbeit ein Gesicht gegeben: Weit über einhundert Designerinnen und Designer aus der ganzen Welt haben sich in den vergangenen Monaten an einem Kreativwettbewerb im Rahmen des Deutsch-Türkischen Jahres der Forschung, Bildung und Innovation 2014 beteiligt. Die drei bestplatzierten Teilnehmer der online-basierten "Ideenschmiede" stehen jetzt fest.

"Mit Umlauten ein Ausrufezeichen gesetzt" – so lässt sich der Siegerentwurf der beiden Grafiker Björn Ole Vogt und Alexander Suchy im Hinblick auf die Visualisierung der deutsch-türkischen Zusammenarbeit wohl am prägnantesten zusammenfassen. Doch nicht allein das Hamburg-Berliner Grafiker-Duo, dessen Plakat-Variationen den programmatischen Titel "United by Umlaut" tragen, hat die Erwartungen der Initiatoren des Wettbewerbs vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) weit übertreffen können. Dank der größtmöglich barrierefreien Teilnahmemöglichkeit über eine Onlineplattform sind in den vergangenen Monaten mehr als 170 Zeichnungen, Fotografien, Illustrationen und Collagen entstanden.

Expertenjury hatte aus einer Vielzahl von Einsendungen zu wählen

Auch bei der Wahl der folgenden beiden Platzierungen stand die aus Praktikern und Wissenschaftlern beider Länder bestehende fünfköpfige Fachjury daher vor
schwierigen Entscheidungen, was sich nicht zuletzt an der dichten Abfolge der
vergebenen Punktzahlen zeigt. Die unabhängigen Jurorinnen und Juroren um den Architekten Prof. Rainer Gumpp, den Cartoonisten Stephan Katz, die Design- und Kunstwissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Mareis, die Design-Professorin Dr. Süheyla Schroeder, Gründungsrektorin der deutschen Hochschule "BAU International University of Applied Sciences", sowie Dr. Cebel Kücükkaraca, Landesvorsitzender der türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein, haben sich in den vergangenen Wochen für drei Wettbewerbsbeiträge entschieden. Diese stechen aus der Vielzahl der kreativen Entwürfen heraus und geben durch die Wahl des Motivs oder aber durch eine besonders innovative Darstellung den deutsch-türkischen Beziehungen sprichwörtlich ihr ganz eigenes Gesicht.

Vielfalt der Beiträge spiegelt sich in den Siegerentwürfen wider

Neben dem Siegerbeitrag, der seine Wirkung vor allem aus seiner eindrucksvollen Beschränkung auf Buchstaben und anspruchsvollen sprachlich-kulturellen Assoziationen mit den dargestellten Vokalen bezieht, landeten zudem die Beiträge "Science Bridging Nations" von Andrea Hopinca (Platz 2) sowie "Atoms" von Atis Sedlenieks (Platz 3) auf dem Siegertreppchen des erstmals online durchgeführten Wettbewerbs.

Die zweit- und drittplatzierten Entwürfe arbeiten, anders als der siegreiche Wettbewerbsbeitrag, insbesondere mit visuellen Assoziationen aus dem Bereich der Wissenschaft und regen den Betrachter zum nachhaltigen Reflektieren über die Themen Wissenschaft und Forschung sowie insbesondere die deutsch-türkische Wissenschaftskooperation an. In den kommenden Monaten werden Adaptionen im Rahmen des Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahres Verwendung finden und auch für die beiden Grafiker Björn Ole Vogt und Alexander Suchy endet der Wettbewerb keinesfalls mit der Kür ihres Siegerentwurfs. Beide werden der deutsch-türkischen Zusammenarbeit
im Rahmen der Abschlussveranstaltung des aktuellen Wissenschaftsjahres im März kommenden Jahres nicht nur online, sondern ganz real "ihr Gesicht geben" – die Einladung zu dem hochkarätigen Treffen nach Ankara ist Teil der Prämie für die Sieger des Kreativwettbewerbs.

Gewinner Kreativwettbewerb Science Bridging Nations

Umlaut verbindet von Alexander Suchy und Björn Ole Vogt

 

Der Berliner Alexander Suchy ist als Grafikdesigner tätig. Sein Teampartner Björn Ole Vogt lebt in Hamburg und studiert Medien- und Kommunikationswissenschaft. Gemeinsam entwarfen sie die Teamidee "Umlaut verbindet". Das Werk zeigt die Verbindung zweier sehr unterschiedlicher Kulturen über die gemeinsame sprachliche Besonderheit des Umlauts. Die Einreichung der beiden Künstler wurde von der Fachjury des Deutsch- Türkischen Wissenschaftsjahres mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Science Bridging Nations von Andreea Hopinca

Die 30-jährige Niederländerin pflegt eine Leidenschaft für Farben und Formen. Dass die deutsch-türkische Wissenschaftskooperation nach drei erfolgreichen Jahrzehnten zu einer organischen Verbindung zwischen Forscherinnen und Forschern beider Länder gewachsen ist, betont die niederländische Grafikerin Andrea Hopinca mit molekülhaft verbundenen Symbolen.

Atoms von Atis Sedlenieks

Mit seinem Beitrag "Atoms" arbeitet der aus Riga stammende Designer Atis Sedlenieks die Grundlagen deutsch-türkischer Forschungskooperation heraus: Fünf Farben aus den Flaggen beider Länder, die in ihrer Kombination doch so viel mehr ergeben und Brücken bauen in die vielfältige Welt der Wissenschaft. Mit dieser Darstellung überzeugte er die Fachjury.

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